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Autor: shiMOda
26. April 2002 - keiner wird dieses Datum wohl je wieder vergessen können. Denn genau an diesem Tag lief ein 19jähriger Schüler
an dem Erfurter Gutenberg-Gymnasium Amok. Er sprang mitten in der Abitur-Prüfung auf und begann seine schreckliche Tat. Mit einer Pistole
und einer Pumpgun bewaffnet, stürmte er durch das Schulhaus und tötete 17 Menschen, ohne jemals darüber nachzudenken, was er da
genau tut und was er damit den Hinterbliebenen der Opfer antut, denn die Tochter von dem Polizisten, der erschossen wurde, hatte genau an dem
selben Tag Geburtstag. Doch ein Mann, ein Lehrer, sah sich dieser Sache gewachsen und stand dem Täter Auge in Auge gegenüber und
brachte ihn letztendlich zur Vernunft. Als Robert S. die Waffe runternahm, ergriff der Lehrer den Mut und stieß ihn in das anliegende
Klassenzimmer und verriegelte die Tür. Schließlich nahm sich der Abiturient in diesem Zimmer das Leben.
Ein paar Tage später wurde es auch schon u.a. seitens der Politiker laut, dass der Amokläufer verschiedene gewalttätige
Computerspiele gespielt haben soll. Unter anderem auch das allseits bekannte „Counter Strike“. Verschiedene Maßnahmen erfolgten und
werden noch erfolgen, denn das Jugendschutzgesetz wurde nun überprüft und es wurden einige Neuerungen eingefügt. Unter anderem
werden in Zukunft auch Computerspiele und Bildschirmspielgeräte analog zur Alterskennzeichnung von Filmen und Videofilmen versehen und
für Kinder und Jugendliche, dem Alter entsprechend, freigegeben. Des weiteren wird der Zugriff auf schwer jugendgefährdende Medien,
insbesondere die mit Gewaltdarstellung, für Kinder und Jugendliche verboten. Diese und andere Maßnahmen sind die Reaktion auf die
schreckliche Tat.
Doch haben die Leute, die dafür zuständig sind, auch mal an all die sogenannten „Clans“ gedacht? Inzwischen bestehen hunderte,
ich schätze mal sogar tausende, von solchen Clans, die sich regelmäßig mit anderen Clans messen. Es gibt eine Zahl, die besagt,
dass es rund 500.000 Counter Strike-Zocker gibt. Sie tun dies doch nicht um sich daran zu ergötzen, wie gut sie jetzt wieder den „Feind"
erledigt haben, sondern sie tun das dem Sportswillen wegen. Für viele ist das PC-Spiel Counter Strike inzwischen zu einem wichtigen
Bestandteil ihres Lebens geworden, denn für sie ist dieses Spiel inzwischen ein wichtiges Hobby. Würden sich die Politiker und die
anderen zuständigen Leute wenigstens nur einmal auf einer LAN-Party, wo 300 und mehr leidenschaftliche PC-Spieler sind, umsehen,
würden sie vielleicht besser verstehen, wie wichtig diese Spiele für viele sind. Denn meiner Meinung nach, urteilen und handeln die
Personen, die sich einem ordnungsgemäßen Erhalt des Jugendschutzes angenommen haben, zu überstürzt. Denn dass Robert S.,
der Täter, allein durch solch angeblich gewalttätigen PC-Spiele zu dieser Tat animiert wurde, ist für mich unbegreiflich.
Außerdem, wie kann es sein, dass Leute unter 18 Jahren CS untersagt werden soll, dafür aber Erwachsene, also über 18 Jahren,
einfach in das nächste Waffengeschäft (natürlich mit entsprechendem Waffenschein) gehen können um sich dort eine Pistole
oder ähnliches zu besorgen?! Einfach unfassbar! Zudem gehört CS zu den Spielen der leichteren Gangart, denn wer schon einmal Soldier
of Fortune und Co. gespielt hat, wird wissen, was ich damit meine.
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