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Autor: Datahunter
Table-top oder “Wie setze ich meine Hardware ins rechte Licht“
Nach stundenlangem, schweißtreibenden “Basteln“ endlich fertig....
Die LEDs der Lüfter leuchten in allen Regenbogenfarben und ein mystisch-magisches blaues Licht durchflutet das neue Case! Schnell noch ein
Foto, damit alle etwas davon haben. Nach dem Blitz der Digitalkamera folgt meist die Ernüchterung! Die Farben des Fotos erscheinen
unnatürlich “fade“ und die liebevoll herausgearbeiteten Details werden von dem integrierten Kamerablitzlicht “erschlagen“ (überstrahlt).
Die Außenaufnahmen bei strahlendem Sonnenschein auf der heimischen Terrasse sind auch nicht viel besser, denn die Spiegelungen von Omas
Schlafzimmerfenster in der mühsam auf Hochglanz polierten Plexiglasscheibe des Case wirken eher störend als künstlerisch.
Aber wie macht man es richtig?
Unser lieber ThoR hat mich auf charmante Weise überredet (nein, er hat nicht mit dem Hammer gedroht
in Form eines “kleinen“ Exposés etwas
aus dem Nähkästchen zu plaudern, damit unsere “Case-Modder“ und Hardware-Tester zukünftig die Objekte der Begierde besser “ins rechte Licht
rücken“ können. Ich werde versuchen, mich auf das Wesentlichste und Notwendigste zu beschränken, denn die Fotografie stellt ein recht
umfangreiches und komplexes Wissensgebiet dar. Für alle, die nach dieser Lektüre “Lust auf mehr“ bekommen haben, werde ich am Ende dieses
Exposés eine kleine Link-Sammlung zu interessanten und tiefergehenden Websites bereitstellen.
Zunächst möchte ich aber vorausschicken, dass ich mehr dem Lager der klassischen Fotografen zuzuordnen bin. Das Ansetzen der verschiedenen
Lösungen für die Film - und Papierentwicklung, das Experimentieren mit unterschiedlichen Temperaturgradienten und der Ablauf einer Vielzahl
von chemischen Reaktionen ....das ist eben das Metier eines Chemikers. Mit der Digitalfotografie musste ich mich notgedrungen berufsbedingt
ein wenig auseinandersetzen, aber Gott sei Dank, gelten die Gesetze der klassischen Fotografie auch für die Digitalfotografie! Aber nun
zurück in “medias res“.
Die Fotos, über die wir hier sprechen werden, zählen zur Kategorie “Stillleben“ (übrigens ein Begriff, den die Niederländer geprägt haben)
oder neudeutsch auch “table-top“.
Zur Herstellung guter table-top-Fotos braucht man im Wesentlichen nur drei Dinge:
- eine passable Fotoausrüstung
- ein Studio
- und ein bisschen “fotografisches Verständnis und Rüstzeug“
“Ein Studio?“, werden sich jetzt die meisten fragen. “Das ist viel zu aufwendig und außerdem kann ich mir das finanziell nicht leisten!“
An dieser Stelle möchte ich gleich widersprechen! Denn es ist sehr wohl möglich, mit einfachen Mitteln aus dem Baumarkt und Bürobedarf ein
relativ preiswertes und für diese Zwecke geeignetes kleines Studio im heimischen Wohnzimmer oder “wo auch immer“ einzurichten. Der Bau eines
derartigen Studios wird daher im nachfolgenden ein wesentliches “Kernstück“ meines Exposés sein. Aber der Reihe nach...
Die Fotoausrüstung
Das Wichtigste beim Fotografieren ist wohl zweifellos die Kamera ( ).
Bei den Kameras gibt es auf dem Markt für Jedermann und jeden Geldbeutel sicherlich etwas Passendes. Das Preisniveau für Digitalkameras fängt
im Amateurbereich bei ca. 90,- € an und hat bei 25.000,- € im Profibereich das Ende noch nicht erreicht! Gestern waren es noch 6 Megapixel,
heute sind es schon 11,1 (Canon, Stand Okt. 2002, Preis ca. 10.000,- €) und morgen werden es 20 oder mehr sein! Auf Grund der rasanten
Innovation auf dem Sektor der Digitalkameras, werde ich daher an dieser Stelle nicht über Kameramarken. Kameramodelle oder deren
Speichermedien philosophieren, sondern verweise vielmehr auf die einschlägigen “Fach-Sites“ (mit teilweise angegliedertem Forum) im Internet,
die für euch eine Fülle an Tests, Anwendungsbeispielen, Kauftipps und Kaufentscheidungen sowie technischen Daten bereithalten. Hier findet
ihr auch Informationen, die vom Hersteller oft verschwiegen werden Nur so viel möchte ich persönlich zu den Kameras sagen und das ist wohl
jedem einleuchtend: Eine Digitalkamera für 100,- € kann nicht das leisten, was eine zum Preis von 1.000,- € zu leisten vermag!
Ein weiterer wesentlicher und wichtiger Bestandteil einer guten Fotoausrüstung ist das Stativ. Die Kamera auf eine stabile Unterlage zu legen,
um ein Verwackeln zu verhindern, ist wirklich nur ein Behelf!
Bei den Stativen ist – je nach Ausstattung und Anwendungsfall – das Preisgefälle ebenfalls enorm. Aber auch hier gibt es für den kleinen
Geldbeutel schon recht gute und brauchbare Exemplare. Gute Herstelleradressen sind z.B. die Firmen Cullmann, Hama oder Rowi.
Für den Kauf empfehle ich ein Dreibeinstativ aus Leichtmetall. Achtet auf einen stabilen Stand und eine stabile Mechanik (Kurbelantrieb,
Feststellschrauben, Kugelkopf, etc.). Für Makroaufnahmen - z.B. Detailaufnahmen von Grafikkarten, Lüftern etc. - muss es nicht unbedingt ein
spezielles Makrostativ sein, sondern ein zusätzlicher Schwenkarm, mit dem man die Kamera auch in die Horizontale neigen kann, tut es auch.
Einen derartigen Schwenkarm gibt es z.B. bei Cullmann als Stativzubehör. Bei meinem “No Name-Stativ“ - seit mehr als zwanzig Jahren mein
treuer Begleiter bei allen Fotosessions -, ist der Makroschwenkarm fester Bestandteil. Für ca. 60,- DM war es damals ein echtes Schnäppchen!
Wer so etwas heute noch findet, sollte nicht lange zögern!
Zum Schutz des teuren und empfindlichen “elektronischen Gerätes“, ist eine Fototasche zu empfehlen. Sowohl die Kamerahersteller, als auch
Drittanbieter (Cullmann, Hama oder Rowi) stellen ein reichhaltiges Sortiment in verschiedenen Größen, Ausführungen und Farben zur Verfügung.
Für den Kauf ist letztlich der persönliche Geschmack entscheidend.
Ein kleiner Tipp am Rande: Kauft von vorneherein ein größeres Modell als ihr vermeintlich benötigt, denn wenn man erst einmal
“auf den Geschmack des Fotografierens“ gekommen ist, wächst die Fotoausrüstung schlagartig!
Weiteres Zubehör? Die Kataloge der Hersteller sind randvoll mit mehr oder weniger nützlichem Gerät! Ich möchte an dieser Stelle nur einige
wenige Dinge erwähnen, die m.E. recht hilfreich und nützlich sind:
- Ein Objektivpinsel zur Säuberung der Linse von Staub und Schmutz,
- ein UV-Filter (0-Haze), z.B. UV 390 von Hama als idealen Objektivschutz,
- und evt. noch ein Blaufilter zur Erweiterung des Weißabgleichs, z.B. KB 3 LB-30 (82b) von Hama.
Allerdings ist der Einsatz von Filtern nur bei Kameras möglich, deren Objektive über ein Standardgewinde verfügen. Derartige Kameras sind
leider im höheren Preisniveau angesiedelt.
Das Fotostudio
Ein Fotostudio – ob riesig groß (manche sind so groß wie Flugzeughallen) oder bescheiden klein – muss immer den gleichen Zweck erfüllen: Dem
Fotografen eine bessere Kontrolle über die Aufnahmebedingungen zu ermöglichen! Im Studio sind die “Objekte“ vor Witterungsbedingungen
geschützt, die Aufnahmen können – unabhängig vom Tageslicht – ganz nach Wunsch ausgeleuchtet und vor einem beliebigen Hintergrund gemacht
werden.
Abb. 1 - Profi Studio
Die Abb. 1 zeigt beispielhaft die Einrichtung eines professionellen Fotostudios mit Kamera, Stativ, Lichtquellen (Studioblitz und Fotolampen)
und Hintergrundhohlkehle. Ach ja, beinahe hätte ich das “Modell“ vergessen! ( )
Über derartige “Dimensionen“ – auch im Hinblick auf euren Geldbeutel – soll hier jedoch nicht die Rede sein, denn wir wollen ja mit einfachen
“Bordmitteln“ aus dem Baumarkt und Bürobedarf unser Wohnzimmer (siehe Abb. 2) vorübergehend in ein provisorisches aber dennoch funktionelles
Studio “umdekorieren“. Da ihr ja im Wesentlichen von relativ kleinen Objekten (Cases, Hardware, etc.) table-top-Aufnahmen machen wollt,
müssen daher die Räumlichkeiten auch nicht besonders groß sein.
Abb. 2 - Das heimische Wohnzimmer als Fotostudio
Die Wahl der Qual.....das Licht
Eine der wichtigsten Überlegungen bei der Einrichtung eines Fotostudios ist die Entscheidung, ob man mit statischem Licht (Fotoleuchten) oder
mit Elektronenblitzen arbeiten will. Für den Anfänger ist der Einsatz von Elektronenblitzen häufig recht kompliziert und ihre Anschaffung
nicht gerade billig. Hinzu kommt noch, dass häufig nur die Kameras der gehobenen Preisklasse eine Ansteuerung von “entfesselten“ (externen)
Blitzen zulassen. Die Entscheidung ist in unserem Falle daher gerade zu Gunsten des “statischen“ Lichtes gefallen. Dabei müssen es nicht die
teuren Fotolampen aus dem Fachhandel sein, denn Halogenstrahler (sog. Baustrahler oder Arbeitsleuchten) aus dem Baumarkt zum Preise von ca.
30,- € leisten ebenso hervorragende Dienste. Es gibt sie in verschiedenen Ausführungen, als Stand - oder Bodenmodell (Abb. 4 – 5) und in den
Leistungsklassen 150, 300 und 500 Watt. Die Firma düwi stellt z.B. derartige Halogenlampen in unterschiedlichen Varianten her. Es gibt
auch 1000 Watt Halogenstrahler, aber diese sind in den Baumärkten seltener zu finden und unverhältnismäßig teuer!
Ich empfehle euch für den Start zunächst die Anschaffung von zwei Halogenstrahlern (Abb. 3) mit einer Leistung von je 500 Watt. Bei diesen
Modellen hat man im Hinblick auf die Leistung auch die Möglichkeit des “Downsizen“ d.h. man kann den 500-Watt-Leuchtstab durch eine
300-Watt-Variante ersetzen. Der Einsatz eines 300-Watt-Leuchtstabes in ein 150-Watt-Modell ist nicht möglich!
Ein kleiner Tipp am Rande: Vorsicht beim Wechseln der Leuchtstäbe! Immer erst auskühlen lassen, da die Dinger bis zu 800° C heiß werden
können! Und niemals den Leuchtstab mit der bloßen Hand anfassen, denn durch den anhaftenden Handschweiß kann der Leuchtstab beim nächsten
Einschalten oder während des Betriebes explodieren! Handschuhe, wie sie die Sargträger – so makaber das auch klingen mag – bei Beerdigungen
benutzen, sind für das Wechseln des Leuchtstabes bestens geeignet. Sie sind sehr preiswert und lassen sich zur Not auch für die
Objektivreinigung einsetzen.
Neben diesen Halogenlampen können zusätzlich noch kleine Klemmspots (60 Watt sollte ihre Leistung schon betragen) eingesetzt werden.
Die direkte Bestrahlung des zu fotografierenden Objekts führt – bedingt durch die relativ kleinen Lichtquellen – oft zu unerwünscht “harten“
Schatten. Abhilfe schafft hier die indirekte Beleuchtung oder der Einsatz von Lichtformern ( Diffusoren, Diffusor-Boxen).
Die einfachste Methode der indirekten Ausleuchtung ist das Anstrahlen der Zimmerdecke oberhalb des Objektes mittels eines Halogenstrahlers.
Zur Vermeidung unerwünschter Farbeffekte sollte allerdings in diesem Fall die Zimmerdecke möglichst “neutralfarben“ (weiß oder hellgrau) sein!
Eine andere Möglichkeit der indirekten Beleuchtung ist der Einsatz eines Reflektors, d.h. das Licht des Halogenstrahlers fällt zunächst auf
den Reflektor und wird dann von diesem - durch entsprechende Ausrichtung - auf das Objekt umgeleitet. Auch hier braucht ihr nicht auf die
teuren Reflexschirme aus dem Fotofachhandel zurückzugreifen, denn die weißen Polystyrol-Isoliermatten aus dem Baumarkt (in den herkömmlichen
Maßen von 1000 x 500 x 20 mm leisten ebenso gute Dienste! Und wer gleich “zwei Fliegen mit einer Klappe erschlagen“ will, kauft sich noch eine
Tube lösungsmittelfreie schwarze Abtönfarbe und streicht damit eine Seite der Polystyrol-Platten an und erhält damit gleichzeitig noch einen
“Lichtschlucker“. Letztere - auch “Flags“ oder etwas respektlos “Neger“ genannt - werden häufig in der Fotografie zur Absorption störender
Lichtreflexe eingesetzt.
Eine andere Methode zu Verhinderung von “harten“ Schatten – ich erwähnte es bereits - ist der Einsatz von Lichtformern. Da professionelle
Lichtformer recht teuer sind, gilt auch hier die Devise: “Selbst ist der Mann/die Frau“, denn mit wenigen Materialien aus dem Baumarkt und
Bürofachhandel lässt sich auch ein Diffusor selbst herstellen!
Zunächst die einfachste Variante: Ihr fertigt euch aus Holzlatten einen Rahmen (dieser sollte schon wesentlich größer als der Halogenstrahler
sein) und bespannt ihn mit Transparentpapier, dass – trotz CAD-Systeme – auch heute noch vielfach zur Erstellung technischer Zeichnungen
verwendet wird. Ihr könnt auch Mylar-Folie benutzen. Diese wird ebenfalls zur Herstellung von technischen Zeichnungen benutzt, ist aber im
Gegensatz zu Transparentpapier wesentlich stabiler, aber leider auch wesentlich teurer und häufig nur schwer zu erhalten. Der fertige Diffusor
wird dann während der Fotosession in sicherem Abstand vor die Halogenleuchte gehalten oder gestellt: Ein sicherer Abstand ist erforderlich, da
sich das Papier oder die Folie auf Grund der hohen Strahlungswärme, die von der Lichtquelle ausgeht, leicht entzünden kann. Der Nachteil
dieses recht einfachen Diffusors: Es entsteht zu viel unerwünschtes Streulicht!
Wer dies verhindern will – und es gerne etwas edler hätte – baut sich gleich eine Diffusor-Box. (Abb. 6 u. 7) Zunächst fertigt ihr euch aus
dünnem Schweißdraht (ca. 2 mm ?) einen Kasten, der wesentlich größer als die eigentliche Lichtquelle ist. Die Streben in den vier Ecken dieses
Kastens müsst ihr entsprechend lang auslegen, damit auch hier ein ausreichender Sicherheitsabstand zwischen Frontfolie und Halogenstrahler
gewährleistet ist und dadurch ihr Verbrennen verhindert wird! Die Frontseite der Diffusor-Box wird mit Transparentpapier oder Mylar-Folie,
die Seiten werden mit schwarzem Karton (oder lichtundurchlässigem Stoff) bespannt. Fertig ist die Diffusor-Box! Durch geeignete Maßnahmen
kann sie nun am Lichtgehäuse befestigt werden.
 Abb. 6 |
 Abb. 7 |
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Selbstverständlich könnt ihr auch für die zusätzlichen Spots entsprechende Lichtformer bauen. Wer es gerne farbig mag und bestimmte Effekte
erzielen will, kann bei der der Herstellung der Diffusor-Boxen – insbesondere bei denen, die bei den Spots zum Einsatz kommen sollen -, die
Transparentfolie auch durch eine Farbfolie ersetzen.
Nun noch ein paar kleine Basteleien im Hinblick auf die Bildgestaltung, dann ist unser Heim-Studio fertig!
Das richtige Outfit.....der Hintergrund
Für die Wirkung eines Bildes auf den Betrachter ist nicht nur eine gute Bildkomposition von Entscheidung, sondern die Wahl des Hintergrunds
spielt eine nicht unwesentliche Rolle. Wir kennen es ja alle von Mode - oder Werbefotos, bei denen oft mit recht üppigem Aufwand die
“location“ hergerichtet wird, um eine entsprechende Bildwirkung zu erzielen!
Im Hinblick auf die Bildwirkung, gibt sich die “location“ für table-top-Aufnahmen - im Gegensatz zu Mode- oder Werbefotos – eher bescheiden.
Als Standfläche reicht z.B. ein Tisch, ein Hocker oder – wie in Abb. 2 – ein Wohnzimmersekretär. Ganz praktisch sind auch zwei Arbeitsböcke
aus dem Baumarkt, auf die ihr eine Holzplatte legt. Für “Unterlichtaufnahmen“, d.h. das Objekt wird von unten ausgeleuchtet, könnt ihr die
Holzplatte durch eine Glas - oder (transparente) Kunststoffscheibe ersetzen. Eine derartige Beleuchtungstechnik zur Erzeugung spezieller,
gewünschter Effekte fällt allerdings schon eher in den Bereich des fortgeschrittenen Fotografen.
Als Hintergrund ist Fotokarton ideal. Es gibt ihn in verschiedenen Farben auf Papprollen in den Maßen 2,75 m (Breite) x 11 m (Länge) und
einer “Stärke“ von ca. 280 g /m², ist aber – wie alles für den professionellen Fotobereich – leider sehr teuer. Vielleicht gibt es ja in eurer
Nähe ein Profi-Studio und der freundliche Fotograf ist bereit, euch ein kleines Stück Fotokarton zu verkaufen oder gar zu schenken ( ).
Es muß aber nicht unbedingt Fotokarton sein; Bastelkarton in verschiedenen Farben und Strukturen (Wellkarton, Elefantenhaut, etc.) aus dem
Bürofachhandel leistet gute “Hintergrunddienste“. Ferner eignen sich Dekostoffe, Leinen (ein altes Bettlaken) oder eine ausrangierte
Projektionswand recht gut für die Hintergrundgestaltung. Zu empfehlen sind auch “Einweg-Tischdecken“ aus einem vliesartigen Material. Es gibt
sie in verschiedenen Farben und Breiten, meist als Meterware konfektioniert.
Für table-top-Aufnahmen von technischen Geräten ziehe ich persönlich farblich neutrale Hintergründe (weiß oder hellgrau) vor, denn schließlich
soll das Augenmerk ja auf dem Objekt oder einem Detailauschnitt des Objektes und nicht auf dem Hintergrund liegen.
Das Hintergrundmaterial legt ihr zu einer Hohlkehle über die Standfläche aus (siehe Abb. 1 u. 2). Eine Hohlkehle ist ganz wichtig,
denn durch scharfe Knicke im Hintergrund werden häufig störende Schatten oder Reflexe erzeugt. Im Gegensatz zu Abb. 2 solltet ihr die
Hohlkehle ein gutes Stück über die Vorderkante der Standfläche herabhängen lassen!
Das obere Ende der Hohlkehle könnt ihr zwar z.B. mit Klebeband oder Stahlstiften an der Zimmerwand befestigen, aber zur Schonung von Wand und
Tapete ist eine einfache, selbstgemachte Haltevorrichtung ganz praktisch.
Dazu besorgt ihr euch im Baumarkt drei Rundhölzer (ø25 mm, Länge 2m). Eines der Rundhölzer, welches als “Hintergrundträger“ dienen soll,
längt ihr auf die gewünschte Breite ab und schraubt (vor Kopf) in beide Enden mittig eine Holzschraube (5,0 x 70 mm). Das herausragende
Schraubenende sollte noch ca. 25 mm betragen. Anschließend sägt ihr den Schraubenkopf direkt unterhalb des Kopfes ab. In die beiden anderen
Rundhölzer, die als Seitenstützen dienen sollen, bohrt ihr - von einem Ende aus zur Mitte hin - jeweils im Abstand von 10 cm drei Löcher
(ø5 mm) quer zur Längsachse. Als Ständer für die Seitenstützen könnt ihr z.B. wasserbefüllbare Sonnenschirmständer aus Kunststoff verwenden.
Der “Hintergrundträger“ wird mit den Schrauben in die entsprechenden Löcher der Seitenstützen gesteckt und der Hintergrund mit Klebeband an
diesem befestigt. Fertig ist der Hohlkehlenständer! Als Klebeband empfehle ich Gaffa, das den Rockmusikern unter euch sicherlich ein
Begriff ist!. Es nicht unbedingt billig, aber sehr gut in seiner Haftung und Reißfestigkeit und kann sehr vielseitig eingesetzt werden.
Für diejenigen, denen das Basteln zu aufwendig ist, habe ich noch eine einfache und elegante Lösung parat. Anstelle der Rundhölzer für die
Seitenstützen könnt ihr sog. “Spannstützen“ – wie sie zur Fixierung von Paneelen bei der Deckenvertäfelung eingesetzt werden – benutzen. An
diese befestigt ihr in entsprechender Höhe je eine Schraubzwinge, auf die dann der “Hintergrundträger“ aufgelegt wird. Beides - “Spannstützen“
und Schraubzwingen – erhaltet ihr ebenfalls im Baumarkt. Wenn die ansonsten relativ teuren “Spannstützen“ als Sonderangebot offeriert werden,
stellt dieser Bauvorschlag zur Hintergrundbefestigung nicht nur die schnellste und eleganteste, sondern auch die preiswertere Lösung dar.
Und was man sonst noch so braucht....
Für die Beleuchtung sind häufig Verlängerungskabel nötig. Achtet darauf, dass sie - der Lampenleistung entsprechend - ausreichend ausgelegt
sind! Zur Vermeidung von “Kabelsalat“ und “Stolperfallen“, könnt ihr auch Steckerleisten, die mit 3000 Watt (und mehr) belastbar sind,
einsetzen. Der Einsatz einer Kabeltrommel sollte nur im Notfall in Erwägung gezogen werden, denn er ist nicht ganz unproblematisch! Wenn aus
unvermeidlichen Gründen Lampen – dies gilt insbesondere für jene mit den höheren Leistungen (Halogenlampen) – an eine Kabeltrommel
angeschlossen werden müssen/sollen, muss vor ihrer Inbetriebnahme zunächst das Kabel vollständig von der Rolle abgewickelt werden! Denn bei
aufgewickeltem Kabel entsteht durch die Induktionswirkung des Stromes eine recht hohe Temperatur, die zur Zerstörung des Kabels oder
schlimmstenfalls zum Kabelbrand führen kann. Es gibt zwar Kabeltrommeln mit Thermoschutzschaltern, aber warum ein unnötiges Risiko eingehen?
Neben der grundlegenden elektrischen Ausrüstung kommen häufig noch nützliche Utensilien aus Haushalt und Werkstatt zum Einsatz, wenn es z.B.
um die Positionierung des Objektes oder die Befestigung von Flag, Reflektoren, etc. geht. Diverse Klammern und Schraubzwingen aus dem Baumarkt,
Wäscheklammern, Handtuchaufhänger, doppelseitige Klebepads (Kaugummi reicht manchmal auch ),
transparente oder schwarze Polyamidschnur (Deko-Schnur) und diverse Klebebänder (Gaffa erwähnte ich ja schon) können bei tabel-top-Aufnahmen
erstaunliche Dinge leisten!
Die hier beschriebene Einrichtung eines heimischen Studios soll kein “Credo“ sein, sondern eine kleine Hilfestellung. Wenn ihr ein
derartiges Projekt durchziehen wollt, setze ich dabei vielmehr auf eure eigene Kreativität! 
Was man letztlich mit einem kleinem Heimstudio machen kann, zeigen die Abbildungen 8 und 9. Diese Bilder entstanden aus einer Laune heraus,
in der ich einen alten, von mir mühsam und liebevoll restaurierten “Airbrush-Kompressor“ “ins rechte Licht setzen“ und der Nachwelt erhalten
wollte.
Abb. 8 - Airbrush - Kompressor
Als Hintergrundmaterial habe ich einen weißen Fotokarton verwendet. Die blauen Farbnuancen des Hintergrundes und des Objektes wurden mittels
einer blauen Farbfolie bei einem der Hauptlichter (Halogenstrahler) erreicht. Die “weichen“ Schatten resultieren aus dem Einsatz eines
Reflektors.
Abb. 9 - Airbrush-Kompressor (mit rotem Zusatzspot)
Die “Grundlichtführung“ ist in beiden Abbildungen identisch! Im Gegensatz zu Abb. 8 wurde in Abb. 9 noch ein zusätzlicher Spot mit rotem
Farbvorsatz verwendet, den ich explizit auf die Spritzpistole ausgerichtet habe.
Ein wenig fotografisches Verständnis und Rüstzeug....
Ich erwähnte es eingangs schon: Das Wissensgebiet der Fotografie ist sehr umfangreich! Allein die Themen “Bildgestaltung“ und
“Beleuchtungstechnik“ füllen Bände. Ganz zu schweigen von den recht komplexen mathematischen Beziehungen im Bereich der Fotografie. Aber so
tief wollen wir nicht abtauchen, denn ihr wollt ja schließlich keine Profis werden (oder vielleicht doch? )!
Aber einige, wenige elementare Grundregeln der Fotografie (ohne Mathematik )
müsst ihr euch schon aneignen, sonst wird es - außer ein paar Zufallstreffern - nichts mit guten Bildern...
Die Digitalfotografie basiert natürlich auf den Grundregeln der analogen Fotografie, daher gelten auch hier Begriffe wie Blende, Blendenzahl,
Brennweite, Entfernung, Belichtungszeit, Schärfentiefe (weniger exakt auch Tiefenschärfe genannt), Autofokus, etc. Nachfolgend werde ich zunächst
einige Begriffe, die für das weitere Verständnis erforderlich sind, erläutern. Dabei werde ich mich allerdings auf das m.E. “Allernotwendigste“
beschränken!
Mini-Fotoglossar...
Die Brennweite: Mit Brennweite wird streng genommen der Abstand zwischen der Aufnahmeebene (CCD-Sensor oder Film) und der
Objektiv-Hauptebene bezeichnet. Man sollte diese Definition allerdings nicht zu eng sehen, da heutzutage bewegliche Linsengruppen in den
Objektiven die Brennweite verändern können, ohne dass davon die Baulänge des Objektives betroffen ist. Die Angabe der Brennweite erfolgt in
Millimeter und ist meist auf dem Objektivring eingraviert. Die Brennweite stellt eine wichtige gestalterische Einflussgröße für die
Bildwirkung dar, denn je größer sie ist, desto enger wird der Blickwinkel. Anders ausgedrückt: Mit zunehmender Brennweite nimmt auch der
Vergrößerungsfaktor zu. Da bei den Digitalkameras – bedingt durch die Größe des CCD-Sensors – die Aufnahmeebene kleiner ist als die des
Kleinbildfilms bei einer analogen Kamera, ergeben sich andere, wesentlich kleinere Werte für die Brennweite. Damit man eine einheitliche,
vergleichbare Angabe der Brennweite hat, geben die Hersteller die Brennweite bei Objektiven von Digitalkameras immer umgerechnet auf
Kleinbild-Format an.
In der Praxis bezeichnet man ein Objektiv mit einer Brennweite von 50 mm als “Normalobjektiv“, weil es in etwa dem Blickwinkel des
menschlichen Auges (46°) entspricht. Objektive mit einer Brennweite unter 50 mm werden als “Weitwinkelobjektive“ bezeichnet. Liegt die
Brennweite über 50 mm so spricht man von “Teleobjektiven“.
Die Blende: Durch die Blende eines Objektivs wird die einfallende Lichtmenge begrenzt. Man nennt sie auch Öffnungsblende oder
Aperturblende. Vorwiegend handelt es sich um eine Irisblende, die durch eine Vielzahl an dünnen Metalllammellen eine nahezu kreisrunde,
verstellbare Öffnung bildet. Der Aperturblende obliegt die Aufgabe, durch Veränderung des bildwirksamen Linsenquerschnitts sowohl die
Bildhelligkeit als auch die Schärfentiefe zu steuern.
Die Blendenzahl (Blendenwert): Die Blendenzahl ist als Kehrwert des Öffnungsverhältnisses, d.h. das Verhältnis aus Öffnungsdurchmesser
und Brennweite, definiert. Dadurch entspricht eine große Blendenzahl einer kleinen Blendenöffnung! Es gibt eine international normierte Skala,
die praktisch bei allen Blendeneinstellungen (meist auf dem Objektivring zur Blendenvorwahl graviert) zu finden ist. Gemäß dieser Norm
stellen sich die Blendenwerte wie folgt dar:
(große Blendenöffnung) 1.4 2 2.8 4 5.6 8 11 16 22 32 (kleine Blendenöffnung)
Bei dieser Systematik ist weiter von Bedeutung, dass sich von einer Blendenzahl zur nächsten die einfallenden Lichtmenge verdoppelt bzw.
halbiert!
Beim Wechsel der Blendenzahl z.B. von 8 nach 16, wird die einfallende Lichtmenge also auf ein Viertel reduziert!
Die Belichtungszeit (Verschlusszeit): Die Belichtungszeit ist der Zeitraum, in dem Licht auf den Film oder bei Digitalkameras auf den
CCD-Sensor fällt. Sie wird normalerweise in 1/s angegeben. Die “125“ auf der Skala entsprechen also 1/125 Sekunde. Die Verschlusszeitenreihe
ist analog zur Blendenreihe abgestuft, so dass die Veränderung um eine Zeitstufe einer Halbierung bzw. Verdoppelung der Belichtung entspricht.
Je nach Kamerasystem verfügt man über einen mehr oder weniger großen Belichtungszeitenbereich Eine übliche Verschlusszeitenreihe ist
nachfolgend wiedergegeben.
(viel Licht) 1 2 4 8 15 30 60 125 250 500 1000 (wenig Licht)
Die Einstellungsschärfe: Einstellungsschärfe bedeutet, dass das zu fotografierenden Objekt z. B. mittels Einstellring am Objektiv und
dem Blick durch den Sucher scharf gestellt (fokussiert) wird. Bei Autofokus-Kameras geschieht dies automatisch.
Die Schärfentiefe (Tiefenschärfe): Als Schärfentiefe bezeichnet man jenen Bereich der Schärfenausdehnung vor und hinter der
Einstellebene des Objektivs, der noch ausreichend scharf abgebildet wird. Dieser Bereich liegt im allgemeinen zu einem Drittel vor, zu zwei
Dritteln hinter der Einstellebene. Für einen mittleren Betrachtungsabstand (30 cm) kann das menschliche Auge nur Strukturen bis zu einem
Durchmesser von 0,1 mm auflösen. Deshalb erscheinen in einem zweidimensionalen Bild mehrere hintereinander stehende Gegenstände als gleichmäßig
scharf und erwecken dadurch den Eindruck von Räumlichkeit!
Das Zusammenspiel von Blende und Belichtungszeit.... Schärfentiefe
Wie ihr bereits erfahren habt, sind Blende und Verschlusszeit die Instrumentarien zur Steuerung der Lichtmenge, die auf den Film
(oder CCD-Sensor) fällt bzw. fallen soll. Aufgrund der unterschiedlichen Blendenzahlen und Belichtungszeiten, die bei einer Kamera einstellbar
sind, ist theoretisch eine beliebige Kombination zwischen den Wertepaaren möglich, allerdings führen nur einige wenige Kombinationen zu einem
“ansehnlichen“ Bild. Bei den meisten modernen Automatikkameras ermittelt die Messelektronik die “ídeale“ Kombination zwischen Verschlusszeit
und Blende. Wird z.B. bei vorgewählter Blende 8 eine Belichtungszeit von 1/125 s (“Zeitautomatik“) ermittelt, so sind noch folgende
Zeit/Blendenkombinationen möglich:
| Blendenzahl |
22 |
16 |
11 |
8 |
5.6 |
4 |
2.8 |
| Verschlusszeit (1/s) |
15 |
30 |
60 |
125 |
250 |
500 |
1000 |
|
Alle diese Wertekombinationen ergeben identische Belichtungen, allerdings ist die Bildwirkung unterschiedlich! Doch wo liegen diese
Unterschiede? Und warum sollte es einem Fotograf auf einmal gefallen, sein Motiv mit einem anderen Zeit/Blendenzahl-Paar als das gemessene
ablichten zu wollen? Das Schlüsselwort heißt: Schärfentiefe! Aber wie kann ich gezielt die Schärfentiefe beeinflussen?
Die Schärfentiefe wird im Wesentlichen von drei Faktoren beeinflusst: Der gewählten Blende, der benutzten Brennweite und der eingestellten
Entfernung! Dabei gelten folgende (wichtige!) Regeln:
- je kleiner die Blendenzahl (je größer die Blendenöffnung) ist, desto geringer ist die Schärfentiefe,
- je größer die Blendenzahl (je kleiner die Blendenöffnung) ist, desto größer ist die Schärfentiefe,
- je kürzer die Brennweite (Weitwinkelobjektiv 24 – 35 mm) ist, desto größer ist die Schärfentiefe,
- je länger die Brennweite (Teleobjektiv 135 – 220 mm) ist, desto kleiner ist die Schärfentiefe,
- je “weiter weg“ der Schärfepunkt eingestellt ist, desto größer ist Schärfentiefe,
- je “näher dran“ der Schärfepunkt eingestellt ist, desto kleiner ist die Schärfentiefe.
Maximale Schärfentiefe wird demnach mit einem Weitwinkelobjektiv, das auf “unendlich“ scharf gestellt
ist bei größtmöglichster Blendenzahl (kleinster Blendenöffnung!) erreicht.
Minimale Schärfentiefe wird also mit einem Teleobjektiv in Naheinstellung und möglichst kleiner
Blendenzahl (größtmöglichster Blendenöffnung!) erzielt.
Zu Tabelle 1 noch eine kleine Anmerkung am Rande: Bei längeren Verschlusszeiten ist für Aufnahmen aus der Hand die Gefahr des
“Verwackelns“ größer als bei kürzeren. Hier gilt die Faustregel, dass die Verschlusszeit (in 1/s) nicht länger sein soll als die Brennweite
des Objektivs (in mm). Bei einem Normalobjektiv mit 50 mm Brennweite sollte daher die Verschlusszeit maximal 1/60 s betragen.
Für table-top-Aufnahmen ist dies weniger interessant, da meistens ein Stativ eingesetzt wird. Und wenn dieses noch vibrationsfrei steht,
können getrost auch längere Verschlusszeiten gewählt werden.
“Und wozu brauche ich das alles?“, werdet ihr euch fragen.
Hier die Antwort: Im gesamten Bereich der Fotografie ist die Schärfentiefe ein nicht wegzudenkendes und wichtiges bildgestalterisches Element!
Durch sie könnt ihr die wichtigen Partien des Motivs betonen und die unwichtigen in den Bereich der Unschärfe drängen.
Eine typisches Beispiel für eine selektiv angewandte Schärfentiefe im Hinblick auf die table-top-Fotografie von Hardwarekomponenten ist die
Aufnahme einer Grafikkarte. Dabei solltet ihr auf das vordere Drittel des Objektes fokussieren, um die gesamte Karte in den Schärfebereich zu
legen. Dadurch werden auch kleinste Details scharf wiedergegeben und der Hintergrund in Unschärfe aufgelöst (siehe hierzu auch Abb. 8 und 9).
Die Verzahnung zwischen Blendenzahl und Verschlusszeit oder Blendenzahl und Schärfentiefe habt ihr ja schon recht ausführlich kennen gelernt.
Um dieses Wissen auch voll ausnutzen zu können, lautet die Devise für gute Bilder: Automatik abschalten! Sei es nun die Blenden - und
Zeitautomatik oder der Autofokus.....ihr wollt euch doch nicht zum Sklaven eurer Digitalkamera machen lassen, sondern wohl eher umgekehrt!
Viele Kameras erlauben eine Kombination der verschiedensten Einstellmöglichkeiten. Spielt einfach mal ein wenig herum. Zum einen lernt ihr
dadurch eure Kamera besser kennen zum anderen findet ihr u.U. Features, die im Handbuch nicht dokumentiert sind! Werft nicht gleich die
Flinte ins Korn, wenn es auf Anhieb nicht klappen sollte, denn wie heißt es so schön: “Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen“ oder
“Ohne Fleiß kein Preis“! Also probieren....probieren....probieren! ( )
Außerdem habt ihr im Hinblick auf die Bilderherstellung mit eurer Digitalkamera einen großen Vorteil: Im Gegensatz zu einer analogen Kamera
könnt ihr euch die Bilder sofort anschauen und den Ausschuss vor Ort selektieren.
Wenn ihr dann schließlich – nach einer langen Phase des Übens und Probierens - das Zusammenspiel zwischen Kamera und Beleuchtung einigermaßen
beherrscht, könnt ihr euch auch an die “hohe Schule“ der Bildgestaltung heranwagen, wie das m.E. exzellente Beispiel der Abb. 10 zeigt.
Abb. 10 - “Stillleben in Glas“
Es ist sicherlich unschwer zu erkennen, dass es sich bei dieser Aufnahme um gespiegelte Glasflaschen – in diesem Fall Essigflaschen – handelt.
Wie man so etwas macht? Ich hatte zwar eingangs gesagt, dass ich ein wenig aus dem Nähkästchen plaudern werde, aber etwas “know how“ möchte
ich – mit Verlaub – doch gerne für mich behalten....( )
Lust auf mehr? Für alle diejenigen unter euch, die nun “auf den Geschmack“ gekommen sind, habe ich nachfolgend eine kleine Link-Sammlung
zusammengestellt. Teilweise findet ihr auf den einzelnen Seiten noch weiterführende und m.E. recht informative Links. Sorry, aber für
“tote Links“ bin ich dabei nicht verantwortlich, denn – wie wir alle wissen – kann, bei der Schnelllebigkeit des Internets, eine Internetpräsenz,
die gestern noch vorhanden war, morgen schon Geschichte sein!
Infos zu Digitalkameras, Digitalfotografie, Test, etc.
http://www.dpreview.com
http://www.slashcam.de/news/single/newsmeldung230.html
http://www.imaging-one.de
http://schaumalan.bei.t-online.de/inhalt_links.htm#Gruppe14
http://www.kern-dormagen.de/fotoclub/Links/hauptteil_links.html
Fotozubehör
http://www.hama.de
http://www.cullmann-foto.de
http://www.rowi-international.com
Die Bastelecke...
Jochen Rütschlins - Digitale Forografie
(Jochen Rütschlin gibt hier wertvolle Tipps zur Einrichtung eines Studios und zur Digitalfotografie !)
http://www.photoquack.de
(Hier empfehle ich insbesondere Michael Quak’s “Baustrahlerkompendium“!)
Halogenstrahler
http://www.duewi.de
Damit wäre ich auch schon am Ende meines Exposés zum Thema Fotografieren und Studiobau. Es ist gewissermaßen ein “Eiertanz“ zwischen zu viel
und zu wenig Information. Ich konnte hier wirklich nur einige wenige, m.E. aber wichtige Dinge “beleuchten“, habt also Nachsicht, wenn vieles
noch im Dunklen verbleibt.
Nichtsdestotrotz möchte ich mein Glas erheben und mit einem “Spezialcocktail“ auf ein gutes Gelingen eurer Fotos anstoßen....
Euer
datahunter
Der Abspann...
Danksagung....
An dieser Stelle meinen Herzlichen Dank an Jochen Rütschlin , der mir
freundlicherweise gestattete, die Bilder in Abb. 6 und 7 für dieses Exposé zu verwenden.
Mein besonderer Dank gilt meinem alten Freund “Hotte“ (Horst Sanders), der mir nicht nur gestattete das Bild in Abb. 10 hier zu veröffentlichen,
sondern dem ich einen Großteil meines Wissens auf den Sektor Fotografie zu verdanken habe. Danke für die “langen“ und lehrreichen Wochendnächte
in Labor und Studio! ( )
Bildquellennachweis
| Abb. 1: |
Scan aus der Zeitschrift “Studio Labor“, 1/79, eine Informationszeitschrift der Durst GmbH, Hamburg |
| Abb. 2: |
Scan aus der Zeitschrift “foto praxis“, Heft 38, Marshall Cavendish Ltd. 1981 – 1982, London |
| Abb. 3 - 5: |
Scan aus einem Werbeprospekt der Fa. Praktiker |
| Abb. 6 – 7: |
Jochen Rütschlin |
| Abb. 8 - 9: |
datahunter |
| Abb. 10: |
Horst Sanders, Braunschweig |
| Abb. 11: |
“Cocktail“ von datahunter |
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Copyright
Dieses Manuskript wurde für www.thors-hardware.net erstellt und unterliegt
selbstverständlich dem geltenden Urheberrecht. Republikation oder Abdruck in jeglicher Form ist ausdrücklich untersagt, sofern ich nicht
vorher meine schriftliche Einwilligung erteile! datahunter@gmx.net
Bücher des Autors “datahunter“ alias Jürgen Gaggia:
Gaggia u. A., “Handbuch der Abfallkataloge, Band I: National“,
Werner-Verlag Düsseldorf, ISB N 3-8041-4570-1 (vergriffen)
Gaggia u. A., “Handbuch der Abfallkataloge, Band II: Abfallverzeichnis der Europäischen Union“,
Werner-Verlag Düsseldorf, ISB N 3-8041-1795-3 zu beziehen über www.amazon.de
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