Gainward PowerPack! Ultra/2400 Golden Sample
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Einleitung

Als zweite Karte in unserer Testreihe, haben wir nun nach der Sapphire X800XT-PE, mit der „Gainward PowerPack! Ultra/2400 Golden Sample“ den indirekten Chipkonkurenten im Test. Indirekt deshalb, weil die Gainward PowerPack! Ultra/2400 GS nicht wie der Name vermuten lässt auf dem aktuellen Chipflaggschiff 6800Ultra von NVIDIA basiert, sondern auf dem 6800GT. Ein direkter Vergleich würde also hinken; jedoch werden wir in den nächsten Wochen Gelegenheit haben, mehrere direkte Konkurenten zu testen.




Was Gainward mit der PowerPack! Ultra/2400 Golden Sample vorlegt, werden wir euch auf den nächsten Seiten aufzeigen. Auf Einzelheiten zu Installationsdetails und evtl. Problemen gehen wir hier nicht mehr ein. Diese sind in der Einleitung zu unserem Grafikkarten-RoundUp zu finden.




Technische Daten

Grundsätzlich gilt bei NVIDIA das gleiche wie bei ATI: Keine Abweichung vom Referenzdesign. Auf den ersten Blick sieht man das der Gainward PowerPack! Ultra/2400 Golden Sample allerdings nicht an. So einen Brocken an Grafikkarte, hatten wir seit der Sparkle Platinum Ti4600 nicht mehr hier. Dass das auch Probleme mit sich bringt, werden wir uns nach Durchsicht der technischen Daten ansehen.

Chip NVIDIA 6800GT
Core-Takt 400MHz (Enhanced Mode)
Speicher-Takt 550Mhz (Enhanced Mode)
Speicheranbindung 256Bit
Speicher 256MB GDDR3 2.0ns Samsung
Rendering 16 Pixel-Pipelines
Ausgänge DVI-I / DVI-I / TV-Out
RAMDAC Integrierter Dual-RAMDAC mit 400MHz

Beim GPU-Takt haben wir dann aber schon die erste Abweichung, bzw. liegen wir im „Enhanced Mode“ ausserhalb der von NVIDIA vorgeschriebenen Taktrate. Gainward legt den Grafikkarten das auf CD enthaltene „EXPERTool“ bei, welches zulässt die Grafikkarte bei vollem Garantieumfang zu übertakten – beschränkt eben bis zu einer Taktrate von 400MHz beim GPU-Takt. Zur Installation der Treiber und des EXPERTool´s von Gainward, verweisen wir auf unseren einleitenden Artikel zu unserem Grafikkarten-RoundUp.
Etwas verwirrend wird die Sache beim Speicher. Grundsätzlich sollte dieser ( 2.0ns ) nämlich laut Rechnung nur bis 500MHz laufen. Gainward garantiert aber auch hier den Betrieb bis 550MHz, was wiederum in der Norm von NVIDIA liegt. Gleich beim auspacken der Gainward PowerPack! Ultra/2400 Golden Sample fiel uns auf, dass sie über zwei DVI-I Anschlüsse verfügt. Nach unserem Wissensstand sollte dieses Feature laut NVIDIA den 6800Ultra Karten vorenthalten bleiben. Und auch auf der Homepage von Gainward wurde sie mit einem VGA- und einem DVI-I Anschluss angepriesen. Also haben wir bei Gainward selbst nachgefragt und folgende Antwort erhalten:


"...warum sollte sie nicht zwei DVI-Anschlüsse haben? Das ist eben der Vorteil, den man den Kunden bieten kann, wenn man ein eigenes Design entwickelt, und nicht nur nVIDIAs Referenzdesign nachproduziert, wie die meisten Mitbewerber. Davon abgesehen sind ja die Ultra-Karten ohnehin spärlich genug gesät, auf Grund der niedrigen Chipausbeute. Wenn da die Kunden, die zwei DVI-Anschlüsse möchten, auf eine Karte angewiesen sind, die im Handel kaum verfügbar ist ..."


Dem haben wir nichts mehr hinzuzufügen......;-)





Kommen wir aber zurück, zu den eben schon erwähnten Problemen bezüglich der Größe der Gainward PowerPack! Ultra/2400 Golden Sample! Hier die Maße:

Länge (ab Slotblende): 215mm
Höhe (Karte o AGP-Kontakte: 98mm
Breite (inkl. Kühler) 34mm

Länge und Breite sind auch diejenigen die Probleme bereiten. Aufgrund der enormen Länge, ragt die Karte bei manchen Mainboards bis auf Höhe der IDE-Slots. Diese Tatsache alleine macht noch nicht das Problem. Dieses entsteht erst, wenn Kühlkörper verwendet werden, wie sie eben auf der Gainward PowerPack! Ultra/2400 Golden Sample zu finden sind. Die Breite der Karte entsteht zum großen Teil nämlich erst durch diesen, womit wir dann wieder bei den IDE-Ports angelangt wären. Später mehr.........
Grundsätzlich führen wir alle Tests eines Grafikkarten-RoundUp´s mit der immer exakt gleichen Hardware durch, um so aussagekräftig wie möglich bewerten zu können. Anders würde es logischerweise keinen Sinn ergeben. Als Mainboard benutzen wir normalerweise das Biostar P4TCA-Pro, da es sehr stabil und leistungsstark ist. Leider war es uns aber nicht möglich, die Gainward PowerPack! Ultra/2400 Golden Sample auf diesem zu installieren. Seht euch das Bild selbst an – ihr werdet es sicher selbst sehen.

Genau – ein Kondensator ist im Weg. Sehr ärgerlich für uns. Das Biostar P4TCA-Pro sollte damit vorerst ausfallen. Um ein in etwa vergleichbares Board zu verwenden, sollte es wieder ein Mainboard mit Intel875 Chipsatz sein. Also, wollten wir das Intel D875PBZ verwenden. Jedoch auch hier Fehlanzeige.
Warum? Auch hier genügt ein Blick!

Irgendwie konnten wir das kaum glauben!
Da unsere „Reserven“ an I875 Boards nun ausgefallen waren, wollten wir mit dem EpoX 4PDA5+ testen. Dieses hat zwar „nur“ den I865 als Chipsatz, sollte aber dennoch für ordentliche Ergebnisse taugen. Jetzt sind wir auch wieder bei den IDE-Ports angelangt, von welchen weiter oben schon die Rede war.
Nein – kein Kondensator im Weg. Dafür aber eben diese hier:



Erst nachdem wir Festplatte und DVD-RW gemeinsam an den IDE1 angeschlossen hatten, saß auch die Gainward PowerPack! Ultra/2400 Golden Sample richtig im AGP-Slot.

Dass Festplatte und DVD-RW an einem IDE-Port keine Lösung sein können, muss wohl jedem einleuchten, da dieser Umstand sicherlich in keinem PC eines potenziellen Käufers der Gainward PowerPack! Ultra/2400 Golden Sample so zu finden sein wird. Anschließend haben wir Versuchsweise unser Glück noch auf einem Sockel754 Mainboard versucht. Zwar bereitete die Installation darauf keinerlei Probleme; allerdings verzichteten wir dann doch im Hinblick auf verfälschte Testergebnisse.
Der Kühlkörper der Gainward PowerPack! Ultra/2400 Golden Sample ist mit sechs kleinen Schrauben befestigt. Wir haben alle, bis auf die links oben entfernt und die verbleibende etwas gelockert. Zwar wird das für die wenigsten Käufer eine Lösung sein, aber so konnten wir zumindest auf dem Biostar P4TCA-Pro testen.
Wer nun ebenfalls ein Mainboard sein eigen nennt auf welchem die Gainward PowerPack! Ultra/2400 Golden Sample nicht Platz finden sollte, der kann sich an Gainward selbst wenden. Der Kühlkörper wird gegen einen passenden, genau so leistungsstarken ausgetauscht.
Warum aber eigentlich dieses Monster von Kühler ??
Hier muss man – auch wenn Inkompatibilitäten entstehen können – ganz klar die Hand vor Gainward halten. Wer Grafikkarten auf den Markt bringt die unter Garantie übertaktbar sind, dem muss man auch etwas Raum für die nötige Kühlung lassen. Denn irgendwie muss die zusätzlich entstehende Abwärme ja abgeleitet werden. Obwohl wir bei der Installation einige Probleme hatten, werden wir diese keineswegs negativ in unsere Bewertung einfließen lassen.
Wir haben die Lüfter von der Platine entfernt, um uns genauer anzusehen wie es darunter aussieht.


Die Kühlkörper fertigt Gainward aus Kupfer anstatt dem üblichen Aluminium, was sicher nicht zum Nachteil der Kühlung ist. Schön zu sehen sind auch die Kühlkörper für die Speicherchips, welche durch die beiden Lüfter ebenfalls gut gekühlt werden. Die Lautstärke reicht von „erträglich“ bis „über der Schmerzgrenze“, denn wenn der Gainward PowerPack! Ultra/2400 Golden Sample Leistung abverlangt wird, dreht die interne Lüftersteuerung diese richtig hoch. Für Silent-PC´s wird es nicht reichen ( ;-) ), jedoch wird das die potenzielle Käuferschicht wohl eher weniger interessieren.
Wie oben schon einmal erwähnt – extreme Leistung braucht extreme Kühlung.
Wir werden in den Benchmarks noch einmal kurz auf diesen Punkt zurück kommen.





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